Wie viel Einkommen die Privatier-Bewilligung in Österreich 2026 verlangt und was sie kostet

Von Darya Melnik · Aktualisiert am · Fakten anhand der unten genannten Quellen geprüft

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Die erste Frage lautet meist: „Wie viel Geld brauche ich?“ In Österreich ist die Antwort keine Investitionssumme, sondern ein monatliches Einkommen, und das ist gesetzlich festgelegt. Die Zahlen unten habe ich am 27. Oktober 2026 auf oesterreich.gv.at geprüft.

Die Grenzen 2026

Die Regel: das Zweifache der Richtsätze nach § 293 ASVG, nach Abzug der laufenden Kosten.

HaushaltASVG-Richtsatz 2026Erforderlich (x2) pro MonatPro Jahr, Berechnung BRIDGES
Alleinstehend1.308,39 Euro2.616,78 Euro31.401 Euro
Ehepaar oder Lebensgemeinschaft2.064,12 Euro4.128,24 Euro49.539 Euro
Je Kind201,88 Europlus 403,76 EuroPaar mit einem Kind 54.384 Euro

Die Jahreswerte sind eine Berechnung von BRIDGES (Monatsbetrag mal 12). Wichtig: Die englische Seite des Innenministeriums zeigte bei meiner Prüfung noch die Werte für 2025 (2.547,98, 4.019,70 und 393,14 Euro). Die Richtsätze werden jeden Jänner angepasst, deshalb plane ich immer mit dem höheren Betrag des Antragsjahres.

Was als Einkommen zählt

oesterreich.gv.at nennt inländische oder ausländische Renten, im Ausland erwirtschaftete Unternehmergewinne, Erträge aus Vermögen, Spareinlagen und Unternehmensbeteiligungen. Einkommen aus Arbeit in Österreich zählt nicht, weil Arbeiten ausgeschlossen ist. „Nach Abzug der laufenden Kosten“ heißt, dass etwa Kreditraten den verbleibenden Betrag mindern können. Ich rate, ein Einkommen mit Reserve nachzuweisen, nicht eines, das die Grenze gerade so erreicht.

Die offizielle Gebühr

Die Antragsgebühr beträgt 218 Euro. Weitere staatliche Abgaben, etwa für die Karte oder das Visum, konnte ich auf den verwendeten offiziellen Seiten nicht bestätigen, deshalb nenne ich sie nicht.

Das tatsächliche Budget

Neben der Gebühr sollten Sie einplanen:

  • einen Deutschkurs und die A1-Prüfung (Zertifikat von ÖSD, Goethe, telc oder ÖIF, nicht älter als ein Jahr);
  • eine Krankenversicherung, die alle Risiken abdeckt;
  • eine Miet- oder Eigentumswohnung in Österreich, denn die Unterkunft muss schon bei der Antragstellung feststehen;
  • beglaubigte Übersetzungen durch gerichtlich beeidete Dolmetscher für Urkunden, die weder deutsch noch englisch sind, dazu Apostille oder Beglaubigung;
  • professionelle Begleitung, falls gewünscht, die jede Kanzlei selbst kalkuliert.

Keiner dieser Beträge ist gesetzlich festgelegt, deshalb nenne ich keine Summe. BRIDGES erstellt für jede Familie eine eigene Berechnung.

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Steuern gehören zum Budget

Wer in Österreich lebt, wird in der Regel unbeschränkt steuerpflichtig, und Österreich besteuert das Welteinkommen. Laut Finanzministerium reicht der Tarif 2026 von 0% bis 13.539 Euro über 50% ab 104.859 Euro bis 55% über 1 Million Euro. Kapitalerträge unterliegen grundsätzlich einem besonderen Steuersatz von 27,5%. Mehr im Ratgeber zu Staatsbürgerschaft und Steuern.

Mein Rat

Prüfen Sie das Einkommen für den kommenden Jänner, nicht für heute, denn die Richtsätze steigen. Und bereiten Sie die Nachweise so auf, dass eine Sachbearbeiterin, die Sie nicht kennt, sie in fünf Minuten versteht. Die Schritte stehen im Antrags-Ratgeber.

Fragen und Antworten

Wie hoch ist das Mindesteinkommen für Alleinstehende 2026?

2.616,78 Euro im Monat nach Abzug der laufenden Kosten laut oesterreich.gv.at. BRIDGES rundet auf 2.617 Euro im Monat oder 31.401 Euro im Jahr.

Zählen Ersparnisse?

oesterreich.gv.at nennt Spareinlagen neben Renten, Unternehmergewinnen aus dem Ausland, Erträgen aus Vermögen und Beteiligungen. Wie ein konkreter Kontostand bewertet wird, entscheidet die Behörde im Einzelfall.

Wie hoch ist die offizielle Gebühr?

Die Antragsgebühr beträgt laut oesterreich.gv.at 218 Euro.

Warum zeigen manche Seiten 2.547,98 Euro?

Das war der Betrag für 2025. Die englische Seite des BMI zeigte ihn am 27. Oktober 2026 noch, oesterreich.gv.at dagegen die Werte für 2026. Die Richtsätze ändern sich jeden 1. Jänner.

Quellen

Geprüft am 27. Oktober 2026. Regeln und Gebühren ändern sich, bestätigen Sie sie daher vor jedem Antrag bei den offiziellen Stellen.